Zukunft Erde – 2017

G’sund g’setzt – Wie kann uns die Landwirtschaft in Zukunft noch ernähren?

Die Landwirtschaft ist tagtäglich großen Herausforderungen unterworfen. Klimawandel, Bodenverbrauch und niedrige Einkommen sind nur wenige Schlagworte. Wir wollen Mut für Neues machen und motiviert in eine gemeinsame gesunde Zukunft geben. Mit unserem Konsumverhalten steuern wir die Märkte.

Datum: Mittwoch, 29. November 2017
Zeit: 15.45 bis 19.00 Uhr
Ort: 8321 St. Margarethen/Raab in der Hügellandhalle

Ing. Elfriede Stopper: Vom Weltuntergang zum Glückstee: Elfriede Stopper ist als weitgereiste und erfahrungsreiche Schätzesammlerin von Sonnentor im Gemüse- und Kräuterbereich ein Begriff. Auf Augenhöhe vernetzt sie Landwirtschaft, Konsumenten und Forschung zu einem effektiven Miteinander. Auch persönlich findet sie ihren Lebensmittelpunkt in der Natur – laufende Weiterentwicklung ist ihr tägliches Brot. Wir müssen uns zukünftig auf starke Veränderungen in der Landwirtschaft einstellen. Andere Kulturen werden gefragt, neue Technologien in der Kulturführung, verbessertes Saatgut sind notwendig Maßnahmen für die Zukunft. Auf veränderte Zeitpunkte für Pflanzungen und Aussaat, sowie neue Erntefenster werden wir uns einstellen müssen. Vielleicht wird der Verzicht auch ein stärkeres Thema in unserem Leben – ohne diesen negativ zu sehen. Nach dem Verzicht kommt die Freude!

Univ. Prof. Mag. Dr. Wolfgang Sulzer (Blicke von Oben): Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der gebürtige Obersteirer mit Erkundungen aus der Ferne. Ob ein einfaches Luftbild, hochauflösende Satellitendaten oder topaktuelle Drohnenbefliegungen – er hat den Überblick. Als Geograf schafft er den vernetzenden Gedankensprung mit Natur- und Humanwissenschaften und bietet der Gesellschaft eine fundierte Basis für Diskussion und Lösungen im Umweltmonitoring.

Mag. Martina Lepschi: Projektpräsentation „Innovationen für den biologischen Landbau“, Bildungsoffensive für Bioproduzenten und Konsumenten zusätzlich zum klassischen Bildungsprogramm von Bio Ernte Steiermark. Innovationen in der technischen Bodenbearbeitung, Humusaufbau und vertiefende Bodenkunde sind derzeit die Seminar-Schwerpunkte. 2018 sind vermehrt Workshops, Verkostungen und Seminare u.a. zur Dammkultur am Programm. Präsentation und Wissenstransfer von neuen Ackerkulturen runden das zusätzliche Bildungsprogramm ab.

DI Michael Lamprecht: Innovativer Jung-Bio-Bauer aus Takern; setzt auf technische Geräte zur Beikrautbekämpfung. Er hat ein kameragesteuertes Hackgerät zur Beikrautbekämpfung entwickelt. Es ist auf bestehende Hackgeräte als Aufbau gedacht und somit leistbar und speziell für Klein- und Mittelbetriebe geeignet. Auf der Innovationsfläche baute er Chinakohl in Direktsäverfahren an. Im biologischen Landbau eine große Herausforderung um den tierischen Mitbewerbern die Stirn zu bieten. Die optimale Versorgung mit Nährstoffen ist Herausforderung Nummer zwei. Es verzichtet zur Gänze auf Pflanzenschutzmittel.

Heinz Unger: Vielseitiger Ackerbaubetrieb aus Mitterlabil mit Jungputenaufzucht. Er produziert eine Vielfalt von Ölsaaten und verarbeitet diese zu hochwertigen Pflanzenölen. Seine Gattin ist Diätologin und hat sich auf Wissensvermittlung für Kinder und Erwachsene spezialisiert. Mittlerweile ist er ein fundierter Experte in der schwierigen Jungputenaufzucht. Sein Wissen ist gefragt.

DI Anna Ambrosch: Sie bewirtschaftet einen Gemüsebaubetrieb am Stadtrand von Graz. Biologische Wirtschaftsweise ohne jeglichen Einsatz von zugelassen Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln sind beim Jaklhof Alltagsgeschäft. Sie hat sich auf den Erhalt von alten Gemüsesorten spezialisiert. Als Gemeinschaftsgetragener solidarischer Betrieb setzt Anna Ambrosch auf engen Kundenkontakt und gelegentliche Mithilfe. Im Gemüsebau ist diese Finanzierungsform eine Möglichkeit vielfältig zu bleiben, Ernteschwankungen abzufedern und ganzjährig präsent zu bleiben.

Download: Programm

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